Das Kuchenblech ist Geschichte!
Im April 2011 war es endlich soweit: der damalige Verkehrsminister Peter Ramsauer präsentierte Ihnen stolz das neue kleine Motorradkennzeichen.
Darauf hatten Motorradfahrer, vielleicht auch Sie, lange gewartet. Wenn Sie nicht das Glück hatten, eine kurze Kombination, beispielsweise bestehend aus einer Zahl und einem Buchstaben, zu haben, mussten Sie sich mit einem großen Kennzeichen begnügen. Die großen Nummernschilder wurden in der Motorradszene wegen ihrer Abmessungen spöttisch als „Backblech“ oder „Kuchenblech“ bezeichnet. Denn diese erwiesen sich nicht immer als sonderlich praktisch. Je nach Bauform der entsprechenden Maschine konnte sich das breite Nummernschild am Heck beispielsweise störend auf die Aerodynamik des Krads auswirken.
Auch stellten die, weit über die Umrisse des Fahrzeughecks herausstehenden, Kanten der Kennzeichen mitunter eine Gefahr dar. Vielen Motorradfahrern missfiel zudem die Optik des breiten Nummernschildes am Heck ihrer sportlichen Maschine. Probleme entstanden auch, wenn das breite Kennzeichen mittels seitlichem Kennzeichenhalter an einem Chopper-Motorrad befestigt werden sollte.
Wie sieht das neue Motorradkennzeichen aus?
Die neuen Motorradkennzeichen weisen eine Höhe von 200 Millimetern auf und werden in der sogenannten verkleinerten Mittelschrift geprägt. Hierdurch ergeben sich drei Zeilen auf dem Kennzeichen, was auch zu einer geringeren Breite führt. Die neuen Kennzeichen sind in den Breiten 220, 200 sowie 180 Millimeter erhältlich. Auf das 220 Millimeter breite Motorradkennzeichen passen maximal fünf Zeichen in der unteren und drei Zeichen in der oberen Reihe.